Die Windenergie-Branche hat „Ja“ zur DENA-Netzstudie gesagt. Damit steht der weiteren Integration der Windenergie in das deutsche Stromnetz nichts mehr im Weg. Zusammen mit Netzbetreibern und Bundeswirtschaftsministerium erarbeitete die Windkraft-Branche den Fahrplan für den weiteren Ausbau der Windenergie.
„Trotz Meinungsverschiedenheiten und Indiskretionen haben wir die Studie doch noch zu Ende gebracht“, resümiert Peter Ahmels, der Präsident des Bundesverbands WindEnergie:
„Alle Vorurteile und Horrorszenarien konnten widerlegt werden. Um eine dezentrale Energieversorgung sicherzustellen, müssen die Netzbetreiber das Höchstspannungsnetz um lediglich fünf Prozent erweitern. Die Netzbetreiber könnten hierbei die Verbraucher nur um wenige Hundertstel Cent pro Kilowattstunde belasten.“
- Insgesamt bedarf es 850 km neuen Höchstspannungsnetzes bis 2015. Kosten pro Jahr 110 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die Netzbetreiber stecken jedes Jahr zwei Milliarden Euro in ihr 1,6 Millionen km langes Gesamtnetz.
- Die Netzentgelte können sich wegen des Netzausbaus 2015 allenfalls um 2,5 Hundertstel Cent pro Kilowattstunde erhöhen. Das ist weniger als ein Euro pro Jahr und Haushalt.
- Bis 2003 forderten die Netzbetreiber, dass sich Windräder bei Kurzschlüssen vom Netz trennen sollten. Dadurch stieg das hypothetische Risiko von größeren Versorgungsunterbrechungen. Neuere Windkraftanlagen jedoch können auch bei Unterspannung am Netz bleiben. Altanlagen werden mit der Zeit nachgerüstet und Phasenschieber (leer laufende Synchrongeneratoren) sichern die Netzstabilität, stellt die DENA-Studie fest.