Weiterhin setzt die Studie voraus, dass die bisherige Steuerfreiheit von Braun- und Steinkohle gegenüber Erdgas und Erdöl erhalten bleibt.
Für Offshore-WEA wurde – entgegen dem gelten EEG – auch nach 2010 eine erhöhte Vergütung angenommen. Für die anderen Erneuerbaren Energien wurden die heute geltenden Vergütungssätze und Degressionen im EEG zu Grunde gelegt. Gerade in den Bereichen Biomasse und Geothermie ist jedoch mit deutlichen Sprüngen nach unten zu rechnen.
Die jährliche Inflationsrate wurde mit 1,5 Prozent angesetzt. Bei einer höheren Inflation – die bei einem hohen Ölpreis wahrscheinlich ist – von z.B. zwei Prozent würden die realen Vergütungskosten (die EEG-Sätze sind nominal fixiert) sinken.
Laut Studie steigen die CO2-Zertifikatspreise bis 2015 nur auf 12,5 Euro/Tonne. Angesichts des aus Klimaschutzgründen notwendigen CO2-Minderungsziels von minus 40 Prozent bis 2020 erscheint dies wenig realistisch. Diese Annahme mindert den Beitrag der Windenergie zum Klimaschutz. Zudem gehen weitere positive Umwelteffekte von der Windenergie aus.
Ahmels: „Wir haben die Studie trotz vieler Kritikpunkte abgenommen. Eine Fortsetzung ist jedoch unbedingt notwendig.“ Netzoptimierung und Temperatur-Monitoring etwa wurden bislang nicht berücksichtigt. Teil II der Netzstudie müsste auch klären, wie man einen optimalen Stromtransport in das Landesinnere, die Anbindung an den skandinavischen Strommarkt und Lastflüsse über und in die Nachbarländer organisieren kann. Eine Anpassung der UCTE-Regeln an eine veränderte Stromproduktion wäre ebenso notwendig. Wie bindet man die Windkraft in den Regelenergiemarkt ein? „All diese Fragen“, so Ahmels, „sind nach wie vor offen.“
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