Die Hamburger Bürgerschaft hat das „Gesetz zur Stärkung von Wohnquartieren durch private Initiativen“ beschlossen. Damit wird das seit dem 1. Januar 2005 geltende Prinzip der Business Improvement Distrists (BID) auch auf Wohnquartiere übertragen. Es werden Innovationsquartiere gesetzlich eingeführt, auch Housing Improvement Districts (HID) genannt. Dabei schließen sich private Initiativen aus Grundstückseigentümern zusammen, um gemeinsam ihr Quartier zu verschönern.
Das Gesetz ist die Grundlage, auf der eine finanzielle Abgabe von allen Eigentümern eingezogen werden kann, wenn genügend Eigentümer die Initiative unterstützen, das heißt, nicht mehr als ein Drittel der Grundeigentümer sich dagegen ausspricht. Das Abgabenaufkommen wird für die vorher festgelegten Maßnahmen im Quartier eingesetzt. Erstes Pilotprojekt für ein Innovationsquartier ist die Großwohnsiedlung Steilshoop.
Stadtentwicklungssenator Axel Gedaschko: „Mit den Innovationsquartieren erhalten die Grundeigentümer ein Instrument, das sie bei ihrer Eigeninitiative unterstützt und begleitet. Auf diese Weise können Eigentümer und Mieter ihr direktes Umfeld attraktiver gestalten. Damit erhöht sich auch die Identifikation der Bewohner mit ihrem Stadtteil. Die Lebensqualität steigt und in einigen Gebieten - wie z.B. Steilshoop - erhoffen wir uns ein sichtbar verbessertes Lebensumfeld.“